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☀️ Frühling, Sonnenschein und... Leinenpflicht? 

Ein Plädoyer für Rücksicht in der Brut- und Setzzeit Die Sonne lacht, die Vögel zwitschern, die Luft riecht nach Frühling – perfektes Wetter für einen Ausflug mit dem Vierbeiner! Also: Hund ins Auto, raus in die Natur, ab in den Wald. Endlich mal wieder den Kopf frei bekommen und der Fellnase beim Schnüffeln und Entdecken zusehen. Doch dann steht es da – das Schild, das vielen die Laune verhagelt: „Hunde bitte anleinen.“ Aber warum? Der Wald ist doch leer. Wer soll sich denn schon gestört fühlen? 

🐾 Ein paar Meter ohne Leine… was soll da schon passieren? Viele denken sich: „Ach, das bisschen Freilauf wird doch wohl erlaubt sein.“ Und ja – für den Hund ist es ein Traum: Der Boden ist voller spannender Gerüche, die Wildtiere sind aktiv, und es gibt so viel zu entdecken. Doch was als harmloser Spaziergang beginnt, kann schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation für Wildtiere werden. Ein kurzer Schnüffeltrip im Unterholz – und plötzlich steht ein Reh auf. Der Jagdinstinkt ist geweckt. Bello hetzt los. Vielleicht hört er auf den Rückruf. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht rennt er nur kurz hinterher. Vielleicht erwischt er das Reh auch nicht. Oder vielleicht doch. 

🦌 Was passiert mit dem Wild? Ein aufgescheuchtes Reh flieht in Panik – häufig handelt es sich um tragende Tiere, die in dieser Zeit besonders empfindlich sind. Der enorme Stress kann dazu führen, dass sie ihre Kitze verlieren oder in der Flucht zu Schaden kommen. Noch schlimmer: Wird die Rehmutter verletzt oder getötet, überlebt das Neugeborene nicht. Und selbst wenn der Hund "nur" hetzt – der Schaden ist oft unsichtbar, aber gravierend: Kitze verhungern, weil ihre Mutter nicht zurückkehrt. Hasenjunge, die in flachen Mulden auf Wiesen liegen, werden übersehen und verletzt. Vögel geben ihre Nester auf, wenn sie sich dauerhaft gestört fühlen. Das alles passiert – selbst wenn der Hund kein einziges Tier berührt. 

⚠️ Leinenpflicht – nicht aus Spaß, sondern aus Schutz Vom 1. April bis zum 15. Juli gilt in vielen Bundesländern die sogenannte Brut- und Setzzeit. In dieser Phase haben Tiere Nachwuchs oder bereiten sich darauf vor. In Niedersachsen und Bremen beginnt der Leinenzwang sogar schon am 15. März. 

In dieser Zeit gilt: 

🔹 Leinenpflicht in freier Landschaft 

🔹 Rücksicht auf Wiesen, Felder & Wälder – auch innerorts 

🔹 Geldbußen bis zu 5.000 € bei Verstößen möglich 

Das mag streng klingen – aber nur durch Rücksichtnahme schützen wir unsere Natur. Wenn wir auch in Zukunft mit unseren Hunden frei in Wald und Wiesen unterwegs sein möchten, dürfen wir sie heute nicht zerstören. 🐶 Und wie geht’s trotzdem entspannt in den Wald? Eine Schleppleine oder gut gesicherte Flexi-Leine ist oft ein guter Kompromiss. So bleibt dein Hund beweglich – aber unter Kontrolle. 

Wichtig dabei: 

🔸 Schleppleine bitte nur, wenn der Hund auf dem Weg bleibt 

🔸 Flexileinen mit Bändchen markieren! – sie sind schwer sichtbar, und manche Radfahrer (ich inklusive!) haben damit leider schon böse Erfahrungen gemacht 

🌿 Rücksicht ist Liebe zur Natur Ich möchte wirklich nicht mit erhobenem Zeigefinger dastehen – aber ich wünsche mir von Herzen, dass wir alle achtsamer miteinander und mit unserer Umwelt umgehen. Leinenpflicht bedeutet nicht weniger Freiheit – sie bedeutet mehr Verantwortung. 💛 

In diesem Sinne: Genießt das Wetter, lasst eure Hunde schnüffeln, aber mit Rücksicht. Wenn ihr eure Vierbeiner nicht zu hundert Prozent abrufen könnt, dann packt einfach eine Schleppleine ein und sichert sie so ab oder eben mit der normalen Leine, die ihr sonst nutzt.🌼 

Bleibt achtsam – für die Natur, für die Tiere und für ein faires Miteinander. 🐾