Training mit dem Peanut Ball

Die liebe Maj-Britt hat sich Gedanken gemacht, wie sie euch in Kurzfurm etwas zum Peanut Ball und dem Training damit verfassen kann. 

Zu mir: Ich heiße Maj-Britt Thiesen, bin Tierphysiotherapeutin in Hamburg mit Hundephysio-Praxis in Niendorf. Ich biete manuelle Therapie, sowie Akupunktur, Unterwasserlaufbandtherapie, Blutegeltherapie und Osteopathie an. Heute stelle ich euch ein paar Möglichkeiten vor, wie ihr mit dem Peanutball arbeiten könnt. 

Vorbereitung: Ihr braucht:

  • Hund
  • Peanutball
  • Bestätigung (Leckerli o.Ä.)
  • Helferperson
  • Halterung oder Wand
  • rutschfeste Unterlage

Am besten macht man die Übungen zumindest anfangs zu 2, damit einer vor dem Hund stehen kann und der andere die Position überprüfen kann. Vor dem Hund stehen ist wichtig, weil sich der Hund an dir orientieren wird und wenn er ständig zur Seite schaut, wird er auch so belasten. Nur in der richtigen Position wird der Hund auch gleichmäßig Muskulatur aufbauen.

Die Helferperson kann die Bälle auch festhalten, wenn ihr keine Halterung habt.

Die Krallen sollten unbedingt kurz gehalten werden, da diese Peanutbälle glatt sind und die Rutschgefahr höher ist.

Am besten lasst euch die Übungen von einer/einem gelernten Tierphysiotherapeut*in zeigen, damit man überhaupt weiß, welche Übungen für welchen Hund geeignet sind. Sucht euch die Geräte angepasst an die Körpergröße eures Hundes aus. Er muss komplett darauf stehen können mit mindestens 15 cm vorne und hinten Platz haben. Denkt daran, dass der Hund länger ist, wenn er sich hinlegt!

ACHTUNG: Bei Stress-Anzeichen wie Stresshecheln, vermehrtes Abbrechen der Übung vom Hund ausgehend oder vermehrtes Muskelzittern, sind alle Übungen sofort abzubrechen! (s. verlinktes Video)

Das wichtigste an allen Übungen, damit sie einen Mehrwert für den Muskelaufbau haben, ist das "halten". Also die Positionen sollten mindestens 5 Sekunden gehalten werden, wenn möglich auch länger.

Anfänger: Stehen.

Erst mit den Vorderpfoten, dann sogar mit allen Vieren. Und stehen. Viele Hunde erwarten sehr schnell Bestätigung und damit das Beenden der Übung. Hier kann man sehr gut das Durchhaltevermögen der Hunde trainieren und schon mal schauen, ob er eventuell eine Pfote mehr oder weniger belastet. Es ist von Vorteil, das "Steh" auf festen Grund geübt zu haben. Wundert euch nicht, wenn der Hund vor allem anfangs sehr wackelt. Den meisten Hunden fehlt es an Haltemuskulatur, welche für das Ausbalancieren zuständig ist. Macht lieber mehrere kleine Einheiten, damit die Muskulatur sich gesund aufbauen kann.

Fortgeschrittene: "Sitz - Platz - Steh" und Pfötchen geben.

Positionswechel strengen die Muskulatur an. Wenn euer Hund sich in einer Position nicht gut oder gerne halten kann, sollte man auch hier Ursachenforschung betreiben. Achtet genau auf die Position eures Hundes auf dem Ball! Steht er für das "Sitz" zu weit vorne, kann das Gewicht nach vorne kippen und den Hund vom Ball katapultieren. Genau so braucht der Hund für "Platz" genug Raum nach vorne oder hinten, je nachdem, wie gut er seine Position selbst einschätzen kann. Helft ihm dabei! Bitte, vor allem mit größeren Hunden, KEIN Männchen auf dem Ball machen lassen! Die Aufsitzfläche ist zu klein und die Verletzungsgefahr zu groß!

Profis: Spielereien für die Koordination.

Hierfür benötigt ihr mehrere (Peanut-)Bälle, am besten in unterschiedlichen Größen. Dann könnt ihr eure Hunde vorwärts und rückwärts, Pfote für Pfote über die Hindernisse führen. "Zurück" ist hier ein guter Trick, den man auch auf dem "Trockenen" üben kann.

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch sehr gern an mich (Maj-Britt). Die Helferperson kann die Bälle auch festhalten, wenn ihr keine Halterung habt. Für die Anleitung zum Halterungsbau schreibt mich gerne an.

Versucht, die Übungen zwar motivierend aber ruhig durchführen zu lassen. Der Hund soll sich auf seinen Körper und die Übungen konzentrieren. Wenn er zu fixiert auf das Leckerchen, ist die verbale Belohnung "feiiiiiiin, priiiiiima, guuuuuuut" die bessere Alternative.

Viel Spaß und Erfolg beim Training mit eurem Hund und falls ihr noch mal einige Übungen im Video sehen wollt, dann findet ihr hier den Link. 

Tags: Physio, Hund, Training

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